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Dorfmann fordert “Einbindung der Bevölkerung” | Gut, er möge in Feldthurns beginnen

Mai 20th, 2009 | By Redaktion | Category: SEPP BLOG

Mein geschätzter Mitbewerber, der EU-Kandidat der Südtiroler Volkspartei Herbert Dorfmann, hat gestern zum so genannten “BBT Memorandum” Stellung genommen und den Fortgang der BBT-Vorbereitungsarbeiten begrüßt. Dorfmann bestätigt in seinen Aussagen auch ein Faktum, das von der BBT-Propaganda tunlichst verschwiegen wird: Mit der Ausführungsplanung für die Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck wurde noch nicht begonnen!

Nun haben wir es also schwarz auf weiß. Von einem, der es wissen muss, denn Herbert Dorfmann hat in den letzten Jahren als Agronom verschiedene Aufträge von der BBT Se oder nachgeordneten Gesellschaften in Sachen Pilotstollen und BBT erhalten.

Laut Berichten in den Tageszeitungen hat Herbert Dorfmann auch die Forderung aufgestellt, die Bevölkerung stark einzubinden.

Gut, dass sich diese Notwendigkeit nun auch bis zu führenden SVP-Köpfen durchgesprochen hat. Allerdings sollte hier endlich zwischen interessengesteuerter BBT-Propaganda und objektiver Information unterschieden werden. Diese ist im bisherigen offiziellen - mit Steuergeld finanzierten - BBT-Jubel absolut zu kurz gekommen.

Ich war gestern Abend in Feldthurns und habe eine Veranstaltung der Transitinitiative und von „Stop BBT” in Feldthurns besucht. „Stop BBT” hat dort den Film „ohne wenn und aber” gezeigt, bei dem es in erster Linie um das Risiko für Quellen und Oberflächengewässern geht, die bei umfangreichen Stollenbauten in Gefahr geraten. Im Film werden Beispiele aus dem Mugello, aus St. Jakob und aus dem Passeiertal gezeigt. An allen drei Orten wurde der Wasserhaushalt durch Tunnel- und Stollenarbeiten gestört und sind Quellen und Wasserläufe verschwunden. Die betroffenen BürgerInnen werden in den meisten Fällen nur teilweise entschädigt und/oder müssen langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang auf sich nehmen.

Mir geht dieser beeindruckende Film immer wieder unter die Haut und er zeigt auch ziemlich schonungslos auf, wie leichtfertig auch in Südtirol mit der lebenswichtigen Ressource Wasser umgegangen wird. Überhebliche Beamte ignorieren die Ansprüche der BürgerInnen mit einem lapidaren: „Das Wasser gehört dem Land”, und meinen damit, dass „das Land” damit machen könne, was es wolle.

Unterhalb von Feldthurns soll der Stollen für die Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck verlaufen. Dabei gerät der Wasserhaushalt in Feldthurns und am ganzen Radlsee-Massiv in Gefahr. Bei der gestrigen gut besuchten Veranstaltung in Feldthurns hatte ich den Eindruck, dass die Bevölkerung von Feldturns bisher nur wenige Informationen darüber bekommen hat.

Nun stellt sich für mich die zentrale Frage: Was hat der Feldthurner Bürgermeister Herbert Dorfmann, der als Europa-Kandidat „mehr Einbindung der Bevölkerung” verlangt, in seiner Gemeinde in Sachen BBT bisher unternommen, um „die Bevölkerung einzubinden”?

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