Hinweis: Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert. Für Anliegen und Informationen können Sie micht gerne Kontaktieren:



Info: Questo sito non viene più attualizzato. Nel caso di richieste o domande potete contattarmi:

Internationale Solidarität statt “wir-sind-wir-Gerede”

Mai 29th, 2009 | By redaktion | Category: Deutsch, Tour

innichen

Im Kunstraum im Café Mitterhofer in Innichen versammelte sich gestern eine kleine, aber interessierte Runde, um den EU-Kandidaten Sepp Kusstatscher zu treffen. Angeregt wurde sofort über die Verkehrspolitik diskutiert, sowie über die Zweifel am Brenner-Basistunnel (BBT): “Wir sollten alle Großprojekte zurückstellen und ein Moratorium beginnen, bevor wir den BBT ohne fertigen Finanzierungsplan angehen,” regte Kusstatscher an und bezeichnete die Aussage des Landeshauptmanns, das Großprojekt Jahr für Jahr zu finanzieren, als „Volksverblödung”.

Auch das Thema Grundeinkommen stieß auf breites Interesse. Anstatt die Arbeit zu besteuern, sollte eine Konsumsteuer angedacht werden. „Aufgrund der größeren Produktion haben wir nicht mehr Lohnarbeit für alle.” Die Entkoppelung von Arbeit und Lohn ist einer der Grundgedanken des Grundeinkommens. Kusstatscher bezeichnete die ständige Überproduktion als großes Problem. Vielmehr sollte der Verbrauch von erneuerbaren Ressourcen besteuert werden.

Gegen das ständige „wir-sind-wir-Gerede” stellte der EU-Kandidat den Wert der internationalen Solidarität. „Wir müssen lernen zu teilen, auch aus egoistischen Gründen. So ist Afrika im internationalen Gefüge immer noch benachteiligt, beispielsweise durch ungerechte Handelsgesetze oder den Abbau von billigen Rohstoffen. Unsere finanzielle ‚Hilfe’macht nur ein Fünftel von dem aus, was wir als Vorteile aus diesem an sich reichen Kontinent ziehen.”

Die angeregte Gruppe unterhielt sich noch bis zum späten Abend, insbesondere über Energiepolitik, Südtirol in Europa, sowie die Aussichten der Grünen bei den bevorstehenden Wahlen.

Tags: , , , , ,