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Eingeklemmt?

Jul 23rd, 2009 | By Sepp | Category: Deutsch, Europa, Grüne Verdi Vërc, PRESSE / STAMPA, SEPP BLOG, SEPP direkt / Sepp ti scrive, Sepp Mix

Ein bisschen ärgere ich mich über mich selber. Zunächst habe ich mich geehrt gefühlt, dass ich nach Gerd Bacher und Georg Kofler als dritter Interviewpartner im Südtiroler Wochenmagazin ff für ein „Sommergespräch“ auserkoren wurde. Als ich aber vorher das abgedruckte Interview in der heutigen Ausgabe las, fühlte ich mich wieder in der Südtiroler Bergwelt eingeengt, fast eingeklemmt. Auf fünf Seiten müsste man doch einige Ideen los werden, dachte ich mir. Nein, ich habe mich durch die Fragestellungen sehr begrenzen lassen. Schon im Editorial des Magazins steht unter dem Bild, auf dem ich im Gespräch mit Georg Mair zu sehen bin: „Sagen Sie grundsätzlich Nein?“ – Sozusagen: „Typisch, diese grünen Nein-Sager!“

 

Durch die Fragestellungen des Journalisten habe ich mich viel zu stark auf eine Verteidigungslinie zurückgezogen und Themen, die ich unbedingt anschneiden wollte, kamen gar nicht oder kaum zur Sprache, beispielsweise Klimawandel, Energiekrise, demographischer Wandel in Europa, Solidarität mit Afrika, Friedenspolitik, soziale Gerechtigkeit, ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle…, alles Themen, die auch das Land an Eisack, Etsch und Rienz unmittelbar oder mittelbar betreffen, mehr als die Frage, ob Protestwähler in Südtirol mehr von den Grünen oder mehr von den Freiheitlichen angezogen werden.

 

Ich will nicht provinziell werden!

Heute kommt mich Justas Vincas Paleckis mit seiner Familie aus Litauen besuchen. Er ist seit 2004 sozialdemokratischer Abgeordneter im Europäischen Parlament und macht ein paar Tage Urlaub in Villanders. Der ausgebildete Journalist und Diplomat bekleidete viele Ämter in Litauen und ist als ehemaliger Botschafter seines Landes in der DDR, in der Schweiz, in Großbritannien, Irland und Portugal ein richtiger Europäer, mit dem ich in diesen Tagen sicher wieder verschiedene, höchst interessante Themen besprechen kann.

 

Vor wenigen Tagen bekam ich von EU-Kommissar Michel eine ausführliche Antwort auf meine letzte Anfrage, ich als Abgeordneter im Parlament gestellt habe. Dabei ging es um Eritrea. Ich nahm angeregt von einer Südtirolerin, die in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika sehr engagiert ist, Bezug auf einen Bericht von Human Rights Watch, in welchem schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen aufgezeigt wurden, und wollte vor allem wissen, welche Bedingungen die EU an Eritrea im Zusammenhang mit der Gewährung beachtlicher Entwicklungshilfemaßnahmen stellt. Kommissar Michel hat in einer sehr ausführlichen Antwort einerseits die Probleme in Eritrea offen angeschnitten und andererseits die Bemühungen der EU detailliert geschildert und gut begründet.

 

Einzelheiten zur Politik der EU-Kommission in Bezug auf Eritrea können auf folgender Website nachgelesen werden:

http://ec.europa.eu/development/geographical/regionscountries/countries/country_profile.cfm?cid=er&type=short&lng=en

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