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Ortstafelstreit

Aug 26th, 2009 | By Sepp | Category: Deutsch, SEPP BLOG, SEPP direkt / Sepp ti scrive

Es ist verrückt, aber es ist so. Nicht nur bei uns in Südtirol gelingt es den Ewiggestrigen, mit zweisprachigen Orts- und Flurnamen und mit den Ortstafeln bzw. Hinweisschildern einen Dauerkonflikt zu inszenieren und rassistische Politik zu machen.

 

In Südtirol ist durch das Erste und das Zweite Autonomiestatut von 1948 bzw. 1972 die zweisprachige Ortsnamensgebung gesetzlich vorgeschrieben. In Kärnten hat sich die Republik Österreich mit Staatsvertrag 1955 verpflichtet, zweisprachige Ortstafeln zu errichten. Bei uns wie in Kärnten ist es also eine Frage des Rechts. Aber unabhängig davon ist es auch eine Frage des guten Willens und des Respekts der jeweils anderen Sprachgruppe gegenüber, dass Hinweisschilder so gestaltet werden, dass sie von möglichst vielen verstanden werden. Das gilt auch Ortsfremden gegenüber, wie z.B. Touristen, die sich orientieren und informieren wollen.

 

Für Ortsansässige gilt, dass ein Gebiet eher als Heimat empfunden wird, wenn es in der eigenen Muttersprache benannt wird. Man spricht sozusagen in Südtirol den Italiener/innen und in Kärnten den Slowenen/innen das Heimatrecht ab, wenn man ihren Orten, Bergen, Flüssen und Gegenden nicht auch die allgemein üblichen Namen auf Italienisch bzw. Slowenisch zugesteht.

 

Wer das Thema Toponomastik hochkocht, so wie Landeshaupt Dörfler durch lockere Missachtung der Gesetze oder wie Landeshauptmann Durnwalder durch die volle Rückendeckung des Alpenvereins mit den meist einsprachigen Hinweisschildern in unseren Bergen, der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er Interesse an der ethnischen Trennung hat, Spannungen schürt und zu Intoleranz erzieht.

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