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„Auch Migranten spüren die Krise“

Sep 24th, 2009 | By Sepp | Category: Aus den Medien / Scrivono di noi, Deutsch, Economia / Wirtschaft, PRESSE / STAMPA, SEPP BLOG, SEPP direkt / Sepp ti scrive, Soziales / politiche sociali

 

So lautete der Titel über einem Artikel gestern in einer Tageszeitung, in welchem über die Probleme der Ausländer in Italien berichtet wurde. Der Titel darunter: „Polizei räumt Flüchtlingslager – 280 Ausländer festgenommen – Katastrophale Bedingungen.“  Es war ein Bericht über eine Maßnahme der französischen Polizei. Es wurde ausdrücklich berichtet: „Die Flüchtlinge leisteten keinen Widerstand.“

 

Man kann schon mit bloß halboffenen Augen feststellen, ohne Statistiker oder sozialpolitischer Experte zu sein, dass die Ärmsten, und dazu gehören halt die MigrantInnen, unter der Krise am meisten zu leiden haben. Sie kriegen die Krise am stärksten zu spüren, und nicht halt „auch“, wie verharmlosend die Zeitung schreibt.  

 

Südtiroler haben am vergangenen Sonntag eine Dornenkrone, ein Symbol für das Leiden Christi, blasphemisch durch Innsbruck getragen. Von uns verlangt man, dass wir diese Aktion der Schützen als Zeichen freier Meinungsäußerung tolerant hinnehmen sollten. Wir sollten auch die gesetzlich festgeschriebene Diskriminierung der Ausländer akzeptieren. Die Freiheitlichen verlangen sogar noch schärfere Maßnahmen gegen die Ausländer. Diese müssen bald schon wie die Juden im Dritten Reich als Sündenböcke für alles und jedes herhalten.

„Wir sind wir!“ oder „Wir zuerst!“, dahinter steckt kurzsichtiger Egoismus.

 

Mir wird bange um die Zukunft. Gerechtigkeit ist die Voraussetzung für Frieden. Gerechtigkeit und Solidarität sind aber Fremdwörter, gerade für jene, die in Sattheit und Wohlstand leben.

 

 Die Krise ist ein Vorwand für eine noch schlimmere Ausgrenzung und Diffamierung der Ärmsten in unserer Gesellschaft.

Haben nur wir ein Recht auf Heimat?