Hinweis: Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert. Für Anliegen und Informationen können Sie micht gerne Kontaktieren:



Info: Questo sito non viene più attualizzato. Nel caso di richieste o domande potete contattarmi:

Die Krise als Chance?

Okt 4th, 2009 | By Sepp | Category: Economia / Wirtschaft, Europa, SEPP BLOG, SEPP direkt / Sepp ti scrive, Umwelt/Ambiente

 

Die Krise ist bei denen, die sie verursacht haben, noch zu wenig angekommen. Die mächtigen Vertreter der Banken und der Konzerne, die vielfach mehr Politik machen als jene, die als Politiker in den Parlamenten und Regierungen sitzen, spüren die Not am eigenen Leib noch überhaupt nicht. Den Arbeitslosen und Besitzlosen jedoch geht es jetzt spürbar schlechter als vor der Krise. Und die AusländerInnen kommen durch die globale Krise immer mehr und immer stärker unter Druck. Auch die sich anbahnende Klimakatastrophe macht sich in der Dritten Welt bereits viel stärker bemerkbar als beispielsweise in Europa und in den USA.

 

Zum Glück gibt es trotzdem immer mehr Leute bei uns, die anfangen umzudenken. Das wurde bei den „Toblacher Gesprächen 2009“ (2. – 3. Oktober) wieder offenkundig. Wolfgang Sachs hat als „Kurator“ dieser Veranstaltung in seiner Einleitung eine „Ökonomie der Permanenz“ gefordert, also eine Wirtschaft ohne Belastung für nachfolgende Generationen, eine leichte Wirtschaft mit umweltverträglichen Abläufen, wo Grenzen respektiert und  Ressourcen gespart werden.

 

Sogar der für Urbanistik, Umwelt und Energie zuständige Landesrat Südtirols vertrat in Toblach eine klare Position: 1. Energie sparen, 2. Energie effizienter nutzen, 3. voll auf alternative Energiequellen setzen und 4. sich von den fossilen Energieträgern verabschieden. Ich kann nur hoffen, dass dieser Herr bei konkreten Entscheidungen in der Landesregierung wie z.B. Flughafen, Straßenbauten, Brenner-Basistunnel, Skipistenplan, Bauen im landwirtschaftlichen und alpinen Grün… sich im Sinne seiner vorgestellten Zielsetzungen in Zukunft besser als in der Vergangenheit durchsetzen kann.  

 

Die Tagung in Toblach stand unter dem Titel: „Mehr Autarkie wagen – Dezentrale Energie als Baustein für nach-fossile Regionalwirtschaften.“  Dabei referierte unter anderen Stephan Kohler, der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur in Berlin und Freund von Frank-Walter Steinmeier, über „Global Green New Deal. Die Krise als Chance für den Aufbau effizienter Solarwirtschaften.“ Dieser Vortrag war für mich Anlass, mich heute mit diesem Thema zu befassen.