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Wandel?

Dez 12th, 2009 | By Sepp | Category: Economia / Wirtschaft, Europa, SEPP BLOG, Sepp Mix, Soziales / politiche sociali, Umwelt/Ambiente

 

 

(08.12.2009) Heute sitze ich in einem Café am Grand’ Place in Brüssel. In den vergangenen Tagen hörte und las ich sehr viel von der Klimakonferenz in Kopenhagen, die gestern begonnen hat.

 

Kommt ein Wandel im politischen Handeln oder nur der Klimawandel?

 

Umdenken und Umkehren, das ist immer schwer. Denn es heißt auch zugeben zu müssen, dass man einen falschen Weg gegangen ist.

Jedem ist im Grunde klar, vor allem dem Großteil der Wissenschaftler, inzwischen auch den allermeisten Politikern, dass der CO2-Ausstoß drastisch gesenkt werden muss und dass das Vergeuden von fossilen Brennstoffen so nicht weiter gehen kann. Schon in wenigen Jahrzehnten führt uns unser Lebensstil in eine weltweite Klimakatastrophe.  

Ich befürchte, dass es in Kopenhagen nicht zur großen Wende kommen wird, jedenfalls nicht zu kurz- und mittelfristigen konkreten Maßnahmen, die den Ausstoß klimaschädlicher Gase wirksam so drosseln werden, um einen Klimaanstieg unter 2 Grad Celsius stoppen zu können. Es bräuchte dringend konkrete Schritte, z.B. eine entsprechende Besteuerung all jener Produkte und Tätigkeiten, die hauptverantwortlich sind für das Entstehen der Treibhausgase.  Dazu wird es wohl leider nicht kommen. Ich befürchte, es wird nur viele schöne Grundsatzerklärungen geben und ein Versprechen, dass bis 2050 tolle Ziele anzupeilen seien.

Es ist die Ohnmacht der Politik gegenüber dem Diktat des Großkapitals, das nichts kennt als eine schnelle Gewinnmaximierung. Es wird wohl so sein wie bei den Millenniumszielen zur Bekämpfung der Armut. Vor rund zehn Jahren wurden schöne Ziele festgeschrieben, wie der Hunger in der Welt bekämpft werden muss.  Doch die UNO ist ohnmächtig. Sie kann keine Sanktionen gegenüber den verantwortungslosen Regierungen und gegenüber dem zerstörerischen und aggressiven Imperium der multinationalen Konzerne verhängen.

 

Ich hoffe nur, dass ich heute hier in der EU-Hauptstadt zu Unrecht pessimistisch bin und dass ich in zehn Tagen einen optimistischeren BLOG schreiben kann.