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Zwangsräumungen beim Wohnbauinstitut

Jan 29th, 2010 | By Sepp | Category: Aus den Medien / Scrivono di noi, Economia / Wirtschaft, SEPP BLOG, Soziales / politiche sociali

(29.01.2010) Die Zahlen sind schockierend. „Mit Ende 2009 stehen insgesamt 3041 Mieter beim Südtiroler Wohnbauinstitut mit 4,4 Millionen Euro in der Kreide.“ So stand heute in der Zeitung.

 

Ich habe durchaus Verständnis, wenn die Verantwortlichen eines Wohnbauinstituts darauf achten, dass alle Mieter sich gleichermaßen an ihre Verträge halten müssen. Wenn aber die Zwangspfändungen und -räumungen in einem Jahr um 50 % zunehmen wie heuer in Südtirol, dann kann es nicht nur an der Zahlungsunwilligkeit oder an der Gleichgültigkeit der Mieter liegen.

 

Diese Zahlen sind mehr als ein erschreckender Beweis dafür, dass die Krise vor allem die Armen und Ärmsten getroffen hat.

 

Die Politiker sind gerade heuer im Europäischen Jahr der Bekämpfung der Armut und der sozialen Ausgrenzung aufgerufen, darüber nachzudenken, wo die Ursachen für die zunehmende Verarmung der bereits Armen liegen und wie Armut behoben werden kann. Sicher nicht mit Zwangspfändungen und Räumungsdekreten!

 

Es braucht eine gerechtere Steuerpolitik, die vor allem Vermögen, Gewinn und Konsum besteuert. Alle, die von Steuersenkungen reden, denken in erster Linie an die Wirtschaft, die produktiver werden muss. Schmarrn! Es braucht einen gerechteren Ausgleich, nicht weitere Steuersenkungen bei den Reichen.

 

Derzeit steuern die Steuern in die falsche Richtung.