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Armut und Ausgrenzung

Feb 16th, 2010 | By Sepp | Category: Kultur, Leitartikel/ in primo piano, Soziales / politiche sociali

 

Die deutschen Verfassungsrichter in Karlsruhe haben vor einigen Tagen ein Urteil gefällt, das hoffentlich über Deutschland hinaus Wirkung haben wird. Sie haben definiert, was Armut bedeutet bzw. welche Rechte die Armen haben (müssten).

Es ist zu wenig, wenn jeder Mensch mindestens Nahrung, Kleidung und eine warme Wohnung hat. Die Richter verlangen Menschenwürde für alle! Es genügt nicht, den Menschen nur vor dem Verhungern und Erfrieren zu schützen. Jede/r habe ein Recht auf Teilhabe an Bildung und auf Zugang zu Kultur. Jede/r sollte als StaatsbürgerIn auch teilhaben können an der Gemeinschaft. Jene, die so nur viel haben bzw. bekommen, dass sie gerade nicht verhungern und erfrieren, sind bestenfalls Almosenempfänger und müssen sich ausgegrenzt fühlen. Sie sind auch effektiv ausgegrenzt.

 

2010 ist das Europäische Jahr gegen Armut und gegen soziale Ausgrenzung. Theoretisch haben Richter und Politiker erfasst, dass die Menschenwürde das Maß der Sozialpolitik sein muss (müsste).

 

Was aber derzeit beispielsweise im Umgang mit den Migranten bei uns im Lande passiert, ist meilenweit weg von dieser bedeutenden Erkenntnis der Richter in Karlsruhe.

Die Zahl derer, die weltweit extrem an Hunger leiden, nimmt zu. Es darf doch nicht wahr sein, dass Armut und Hunger wachsen und gleichzeitig auch die Zahl der Dollarmilliardäre!

Armut ist eine Schande! Aber nicht für die Armen, sondern für alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, die es zulassen, dass die Güter dieser Welt so ungerecht verteilt sind.