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Zentralistisch und machtbesessen

Mai 30th, 2010 | By Sepp | Category: Demokratie, SEPP BLOG

 

Heute wird in Meran, Brixen und Leifers mittels Stichwahl entschieden, wer Bürgermeister bzw. Bürgermeisterin in diesen drei Gemeinden wird. Die übrigen Gemeinden Südtirols haben vor zwei Wochen gewählt und sind schon mit Hochdruck dabei, ihre VertreterInnen für die Gemeindeausschüsse auszusuchen.

 

In diesen Tagen habe ich erfahren, wie die SVP-Zentrale mit Argusaugen darüber wacht, wer in den Gemeindeverwaltungen nun zum Zuge kommt. Die SVP-Orts-Obleute und die SVP-BürgermeisterInnen müssen der SVP-Zentrale vor der definitiven Entscheidung über die Besetzung der Referatsposten in den Gemeindeverwaltungen die Liste der vorgeschlagenen Personen übermitteln. Das war bisher nicht der Fall.

 

Die Herrschaften der SVP mögen die Begriffe Subsidiarität und Gemeindeautonomie endgültig aus ihren Sonntagsreden streichen. Durnwalder und ein Kreis von ganz wenigen tragen immer mehr Sorge, dass nur ihnen gefällige Personen entscheidende Posten in unserem Lande bekommen dürfen.

 

Ich hoffe nur, dass die braven SVP-WählerInnen endlich durchschauen, wie machtbesessen und zentralistisch die SVP-Spitze ist und wie der Wählerwille immer wieder zurechtgebogen wird.

 

Hubert Frasnelli hat schon vor zehn Jahren diese Machtgeilheit im Buch „Die Herrschaft der Fürsten“ beschrieben: „Die SVP will mehr Vereinheitlichung statt Pluralismus, Einengung statt Weitsicht und Gleichschaltung statt Toleranz“. Hubertus Czernin, der Herausgeber des Frasnelli-Buches, verglich in seinem Vorwort den Landeshauptmann Durnwalder mit einem chinesischen Mandarin.