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BBT- ein irischer Pub ohne Bier

Jun 18th, 2010 | By Sepp | Category: BBT, SEPP BLOG

 

Ein schöner Vergleich, den gestern Pat Cox, der neue EU-Koordinator für die TEN-Strecke Berlin – Palermo, in Bozen gemacht hat! Ich habe immer das Bild gebraucht, dass der BBT wie eine Kathedrale in der Wüste sei, und zwar, wenn nicht gleichzeitig auch die Zulaufstrecken von Franzensfeste bis zumindest nach Verona und von Innsbruck bis München gebaut würden.

 

Die Zulaufstrecken werden aber nicht gebaut, zum Teil nicht einmal geplant! Somit ist jeder Vergleich, der die Sinnlosigkeit dieses Großprojektes aufzeigt, gerechtfertigt.

 

Alle, die den BBT als sinnvolle Lösung verkaufen, so wie viele in unserem Lande, sollten sich zuerst mit dem Stand der Planungen für die Zulaufstrecken auseinandersetzen. Zwei eklatante Beispiele: Für die Strecke zwischen Waidbruck und Bozen ist noch nicht einmal entschieden, ob man einen Tunnel unter dem Ritten oder unter Völs hindurch bohren will. Ebenso ist die Trassenführung für die Verbindung zwischen Kufstein und Rosenheim noch nicht einmal festgelegt. Es fehlen: Vorprojekte und Ausführungsprojekte und Finanzierungen und Bauausschreibungen und, und… Alles ist noch sehr weit weg! Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird der BBT herbeigeredet. Gebaut wird er noch lange nicht, wenn überhaupt. Die Krise könnte auch ein Umdenken bringen.

 

Gestern wurde in einer Tageszeitung behauptet, dass der BBT und die gesamte TEN-Strecke gleich wie alle neuen Eisenbahntraversalen in Europa  aufgrund eines neuen Beschlusses in Brüssel (wer hat was beschlossen?) vorwiegend  für den Güterverkehr reserviert würden. Eine sehr vernünftige Lösung, die auch ich immer gefordert habe. Leider zweifle ich an einer Kehrtwendung der europäischen Verkehrslobby. Ich habe daher heute offiziell bei Eva Lichtenberger, die ja Mitglied im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlamentes ist, nachgefragt, ob das stimmt.