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Sonntagmorgen-Betrachtung

Jul 18th, 2010 | By Sepp | Category: SEPP BLOG, SEPP direkt / Sepp ti scrive

 

Am Montag dieser Woche haben wir in meinem Heimatort  Hans Egger zu Grabe getragen und am Freitag Franz Unterweger. Beide sind an Krebs gestorben. Hans Egger war einer meiner Mitschüler in der Volksschule. Er hat in den 70-er Jahren, als ich Bürgermeister war, das Hotel Stephanshof gebaut. Dieses Hotel erweiterte und erneuerte der unternehmenslustige Gastwirt ständig. - Franz Unterweger war 30 Jahre lang mein Nachbar, ein liebenswürdiger und hilfsbereiter Mann, der mit 77 Jahren plötzlich von einer tückischen Krankheit befallen wurde und nach kurzer Zeit verstarb.

 

Vorgestern organisierte ich in Bozen mit politischen Freunden aus dem Bundesland Tirol eine Pressekonferenz gegen das Megaprojekt Brennerbasistunnel. Gestern war ich bei der Klausurtagung der Grünen in Montan, wo wir Visionen entwickelten und überlegten, welche Schwerpunkte wir uns für das kommende Arbeitsjahr setzen wollen.

 

Nach mehreren heißen Tagen gibt es heute in der Früh erstmals wieder einen frischen Nordwind, der Durchatmen und „cooles“ Betrachten erleichtert.

 

Ich könnte nach dem Tode dieser zwei mir nahe stehenden Personen den Schluss ziehen, mich aus dem öffentlichen Leben zurückziehen und meditierend und reflektierend mich auf die Gestaltung des privaten Lebens konzentrieren. Tu ich aber nicht. Gerade die drei Enkelkinder, die in diesen Tagen aus dem heißen Bozen geflüchtet sind und bei uns den Sommer genießen, sind für mich Verpflichtung.

 

Fast alle wissen, dass Politik und Wirtschaft sowie unser aller Lebensstil sich radikal ändern müssten, wenn wir wollen, dass die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen in unserem Land und in ganz Europa, ja auf der ganzen Welt, auch für die nächsten und übernächsten Generationen erhalten bleiben. Aus kurzsichtigen und egoistischen Gründen einiger weniger erfolgt aber weder ein Umdenken, noch ein konsequentes nachhaltiges Handeln. Muss es da nicht die Mission einer ökosozialen Bewegung sein, zu mahnen und zu fordern, um die notwendigen Veränderungen endlich konsequent einzuleiten?

 

Es ist für mich sozusagen ein ethischer Imperativ, im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten aktiver zu werden.  Weder zuschauen noch wegschauen will ich.