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Ried-Projekt und die Arroganz nimmersatter Spekulanten

Nov 5th, 2010 | By Sepp | Category: Demokratie, SEPP BLOG, Umwelt/Ambiente

(05.11.2010) Umweltbewusste BürgerInnen von Bruneck haben eifrig Unterschriften gesammelt, damit das Volk bei einem Großprojekt (Bau von weiteren Skipisten und Aufstiegsanlagen am Kronplatz) mitentscheiden könne. Da es die erste Volksbefragung in der Gemeinde Bruneck ist, waren die Promotoren von Anfang an sehr vorsichtig und haben alle Schritte und rechtlichen Details genau überlegt bzw. prüfen lassen.

 

Zunächst wurden den Betreibern des Volksbegehrens alle möglichen Prügel in den Weg gelegt. Wegen der Gemeinderatswahlen wurde der Termin der Volksbefragung um fast zwei Jahre verschoben. Da der Bürgermeister formalrechtlich schlussendlich nichts mehr einwenden konnte, hat er den kommenden Sonntag als Termin angesetzt.

 

Um diese skitouristische Anlage mit Pro und Contra besser bekanntzumachen, bemühten sich die Promotren um einen Informationsabend mit den Vertretern der Kronplatz Seilbahn AG. Jedoch, diese weigerten sich. Sie hatten es auch nicht notwendig, Werbung für das Projekt zu machen, weil sie mit ihrer wirtschaftlichen Macht imstande waren, den Bürgermeister Tschurtschenthaler und die Landespolitiker voll auf ihre Seite zu bringen, welche dann auch im letzten Moment mit vollem Medieneinsatz bekannt gaben, dass die Volksbefragung ohnehin keinen Sinn ergäbe:
Weil die Forderung auf ein Bauverbot am Nordosthang des Kronplatzes nicht das inzwischen in fast allen Instanzen genehmigte Ried-Projekt betreffe.

 

Die Ohnmacht der Bevölkerung vor der Übermacht des Kapitals ist in den letzten Jahren wohl kaum einmal in Südtirol so deutlich geworden wie dieses Mal. Es ist nur zu hoffen, dass sehr viele  wahlberechtigte BruneckerInnen jetzt erst recht am Sonntag zur Wahl gehen, nicht nur wegen des umweltrelevanten Großprojektes, sondern auch, um eine Stimme gegen die Präpotenz von nimmersatten Spekulanten am Kronplatz abzugeben.  

   

Eine Neinstimme ist eine Stimme gegen das Projekt “Ried” und gegen die Arroganz seiner Betreiber.