Hinweis: Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert. Für Anliegen und Informationen können Sie micht gerne Kontaktieren:



Info: Questo sito non viene più attualizzato. Nel caso di richieste o domande potete contattarmi:

Cancún

Dez 11th, 2010 | By Sepp | Category: Aus den Medien / Scrivono di noi, Leitartikel/ in primo piano, Umwelt/Ambiente

(09.12.2010) In den hiesigen Nachrichten hört man nur sehr wenig vom Welt-Klimagipfel im mexikanischen Cancún. Ist es Resignation oder Interesselosigkeit oder gänzliche Uninformiertheit, dass die Medien in Südtirol das Thema Klimaschutz nur nebenbei erwähnen. Und immer wieder treffe ich Leute, die den Klimawandel überhaupt als Bluff hinstellen und meinen, mit Horrorszenarien könne man keine Politik machen.

 

Wir könnten von dem neunjährigen Schüler in Deutschland lernen, der die Initiative „Plant-for-the-Planet“ ins Leben gerufen hat. Er soll sich ungefähr so geäußert habe: „ Auch wenn wir in 50 Jahren draufkommen, dass der Klimawandel ein Bluff war, dann haben wir mit dem Pflanzen von Bäumen auf jedem Fall etwas Sinnvolles getan. Das Risiko ist viel zu groß, als dass wir es uns leisten könnten, jetzt nichts zu tun.“

 

Die Obergescheiten aus der ganzen Welt, die sich vor einem Jahr in Kopenhagen und in diesen Tagen in Cancún versammelt haben, haben anscheinend keine so konsequente Logik wie dieser neunjährige Bub.

 

Das Schlimme ist, dass die reichsten Länder, wo die Umwelt am meisten belastet wird, keinen Willen haben hin zu einer wirklichen Kehrtwende. Wir haben kein Recht, mit unserem Finger auf Indien und China zu zeigen, wo pro Einwohner nur ein Bruchteil des CO2-Ausstoßes verursacht wird.

 

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland bleibt der Weltklimagipfel in Cancún mit seinen mageren Ergebnissen weit hinter den Erfordernissen des Klimaschutzes zurück. Dies sei kein Paket, das ausreichenden Klimaschutz sichern und die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius halten könne.

Das hat mit unserem Verhalten schon auch zu tun. Schönreden hilft sicher noch weniger als die kritisierte Schwarzmalerei. Jede/r muss was tun. Global denken, lokal handeln!