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Weltverbesserer, Gutmensch und Neinsager

Jan 2nd, 2011 | By Sepp | Category: SEPP BLOG, SEPP direkt / Sepp ti scrive, Soziales / politiche sociali

 

(01.01.2011) Zum Jahreswechsel musste ich einmal darüber nachdenken, welche Schimpfwörter man uns Grünen gegenüber oft und gerne verwendet. Ich empfinde es durchaus als ein Kompliment, wenn jemand mich als Weltverbesserer, als Gutmensch oder als Neinsager bezeichnet.

 

Ja, ich will Weltverbesserer sein, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben will, dass eine bessere und schönere Welt möglich ist, und weil ich der Überzeugung bin, dass es sich der Einsatz (fast) immer lohnt. Zur Zeit bereite ich mich auf einen Vortrag vor über die vielen (kleineren und größeren) Umweltzerstörungen in unserem schönen Land Südtirol. Dabei empfinde ich, dass die pragmatischen Macher und Betonierer echte Attentate auf Natur und Landschaft verüben. – Ich bin gespannt, ob unsere „Patrioten“ im kommenden Jahr beim  Gedenken an die Südtirol-Attentate von 1961 auch auf den derzeitigen Umweltterror hinweisen werden.

 

Gerne lasse ich mich einen Gutmenschen nennen, weil es mir wirklich nicht gleichgültig ist, wenn ich um mich herum so viel Unrecht und Ungerechtigkeit feststellen muss. Soll ich wegschauen, die Ohren und den Mund zuhalten, wenn die Reichen reicher werden und wenn die Zahl der Armen zunimmt oder wenn z.B. die Menschenwürde von AusländerInnen mit Füßen getreten wird?

 

Auch lass ich mich gerne als Neinsager hinstellen, wenn ich dort ein klares Nein äußere, wo Mächtige ihre Macht missbrauchen, wo Umwelt zerstört und wo Schwache ausgebeutet werden.  

 

Insofern will ich mich im Jahr 2011 nicht bessern.