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Wohlstand und Wachstum

Mai 22nd, 2011 | By Sepp | Category: Economia / Wirtschaft, SEPP BLOG, Soziales / politiche sociali, Umwelt/Ambiente

 

Das Wort Wohlstand soll vor der industriellen Revolution nichts mit materiellen Gütern zu tun gehabt haben, sondern ausschließlich das gesundheitliche Wohlbefinden eines Menschen und dessen harmonische Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen umschrieben haben.

Eine solche Art von Wohlstand kann nicht quantitativ wachsen, sondern nur qualitativ.

Der Kongress in Brixen und Neustift „für ein nachhaltiges Wirtschaften“ als auch die Lektüre des Artikels „Welches Wachstum wollen wir?“ in der neusten Ausgabe von „Psychologie heute“ (Juni 2011) haben mir wieder klar gemacht, dass inzwischen sehr viele Experten es verstanden haben, dass ein radikales Umdenken notwendig ist.

Die diktierenden Bosse der Wirtschaft und der Politik verkünden aber, dass die Krise passé sei und dass wir mehr oder weniger gleich weitermachen könnten: mehr produzieren und mehr konsumieren! Auch bei uns in Südtirol ist ein Paradigmenwechsel nicht einmal in Ansätzen spürbar. Die Diskussionen beispielsweise rund um den Ausbau des Flugplatzes Bozen und über den Bau des BBT beweisen, dass die Mächtigen die vielfältigen Krisen gar nicht wahrgenommen haben oder nicht wahrhaben wollen.

In der Monatszeitschrift „Psychologie heute“ werden die Ursachen der Krisen und die Rezepte für eine mögliche Zukunft der Menschheit griffig wiedergegeben. Ich fasse zusammen: Die Gier ist ein unersättlicher Trieb, der zu einem Immermehr treibt. Ständiges Wachstum ist ein Fetisch, das zu Selbstzerstörung führt.

Es bräuchte dringend  eine Strategie der Selbstbeschränkung und Reduktion, damit alle Menschen auf dieser Welt überhaupt leben können und damit unser Planet Erde nicht ausgeplündert wird.

Das Ziel müsste sein, mit einem Minimum an Ressourcen ein Maximum an Lebensqualität für alle Bewohner der Erde zu erzeugen.